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Montag, 9. Juli 2007
Mo, 09.07.2007, 20:16h | micro_robert | terror An sich halten
Diese psychologisierenden Pseudo-Erklärungen für Schäubles Pläne kann ich nicht mehr lesen, auch wenn sie von Herrn Prantl kommen. Es nützt überhaupt nichts, ad hominem zu gehen und ihm vorzuwerfen, er mache das ja alles nur deshalb, weil er ein traumatisierter Mann im Rollstuhl sei. Das ist intellektuell unredlich und setzt denjenigen, der diese Argumentation benutzt, automatisch ins Unrecht.
Ich darf nur darauf hinweisen, dass Herr Bush, Herr Chertoff und wie sie alle heißen, alle körperlich topfit sind und trotzdem exakt die gleichen Pläne verfolgen wie Wolfgang Schäuble, wenn nicht noch dunklere. Schäuble folgt nur dem Mainstream seiner Vorbilder in den USA und repräsentiert, indem er Angst, Wut und trotzigen Hang zur Machtdemonstration zur Schau stellt, genau das, was wirklich in einem Teil der deutschen Gesellschaft vor sich gehen dürfte. Schäuble ist nicht allein und krank, er ist gesund und schafft es genau deshalb, die Gedanken seiner Wählerschaft wiederzugeben und auch zu prägen. Um nach dem Geist des Grundgesetzes zu handeln und es vor übereilten Manipulationen zu schützen, sollte man ruhig analysieren, welche Pläne und technischen Möglichkeiten tatsächlich hinter Schäubles forschen Sprüchen stecken. Und dann mit kühler Sachpolitik den überhitzten Terrorphantasien Kontra geben. Wer tobt, verliert. ... comment
bov,
Montag, 9. Juli 2007, 20:31
Perfides Argument. Das einzige, was man Schäuble in Bezug auf seine Lähmung vorwerfen kann, ist dass er sich im Bundestagswahlkampf 1990, kaum einigermaßen genesen, sofort mit Mitleids- und Tapferkeitsbonus hat einspannen lassen. Danach war nix mehr, und diese Polizeistaatsphantasien hatte nach Baum wirklich jeder Innenminister.
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DaveKay,
Montag, 9. Juli 2007, 21:37
Ja, sie haben Recht, einerseits.
Aber andererseits stelle ich mir die Frage, warum ausgerechnet Heribert Prantl als einer der letzten zu diesem (schlechten) Stilmittel greift. Weiterhin: Wer tobt, verliert. Das ist viel zu einfach gehalten und stimmt nicht wirklich, denn ansonsten dürfte die Bild schon lange nicht mehr exisitieren. Könnte also die Antwort auf meine Frage sein, dass Herr Prantl mal im falschen(?) Lager nach Zustimmung fischt? Oder war das tatsächlich nur ein emotionaler Ausrutscher? Das kann ich einfach nicht glauben. ... link
micro_robert,
Dienstag, 10. Juli 2007, 10:45
Es ging nicht gegen Prantl, mit dem ich in der Sache übereinstimme, sondern gegen die von vielen Seiten immer wieder geäußerten Unterstellungen, dass Schäuble das alles nur wegen des Attentats mache, das seinerzeit gegen ihn verübt worden ist.
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Last update: 2009.07.03, 22:51
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